Steuerfachkräfte nach Elternzeit - Flexible Arbeitszeitmodelle als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel?!

Immer mehr Mütter oder Väter wollen nach ihrer Elternzeit zurück in das Berufsleben. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, weil die überwiegende Anzahl von offenen Stellen die nötige Flexibilität, die Arbeitnehmer brauchen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, nicht zulässt. Die Kanzleiagentur hat sich mit diesem Thema näher befasst und in unserem Steuerfachleute-Jobportal eine Umfrage zum Thema durchgeführt.

Ziel unserer Umfrage war es, heraus zu finden, welche Voraussetzungen arbeitgeberseitig gegeben sein müssten, um junge Eltern wieder schnell in das Berufsleben zurück zu führen. Ca. 50 Steuerfachleute haben an unserer Umfrage teilgenommen.

 Nach der Elternzeit möglichst schnell wieder in den Beruf

Junge Eltern suchen nach der Elternzeit möglichst eine geeignete Stelle in Teilzeit. Dies vor allem, um einem längeren Ausfall aus dem Berufsleben vorzubeugen. Auch im Hinblick auf die Existenzsicherung bzw. die Absicherung im Alter spielt die Teilzeitarbeit für viele Frauen eine nicht unbedeutende Rolle.

Doch welches Teilzeitmodell ist nun geeignet, um die Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Einklang zu bringen? Arbeitnehmerseitig zeigt unsere Umfrage, dass Flexibilität eine entscheidende Rolle spielt, um junge Eltern möglichst frühzeitig wieder zurück in den Beruf zu führen.

 Home-Office bei Engpässen in der Kinderbetreuung

Mehr als 50 % der Befragten hegen den Wunsch, im Home-Office arbeiten zu dürfen, insbesondere dann, wenn es bei der Kinderbetreuung zu Engpässen kommt. Es ist Fakt, dass junge Eltern die  Betreuung der Kinder aufgrund der Ferienzeiten in KiTa’s oder in Krankheitsfällen oft nicht sicherstellen können und demzufolge kurzfristig ausfallen. In vielen Fällen ein großes Ärgernis – sowohl für den Arbeitgeber als auch für verbleibende Kollegen, die in diesen Fällen „übernehmen“ müssen.

Über 20 % der Befragten beklagen ein zu geringes Verständnis seitens der Kollegen und Vorgesetzen für Ausfallzeiten, die aufgrund von Kinderbetreuungszeiten anfallen und machen darauf aufmerksam, dass die Einführung von „gleitenden Arbeitszeiten“ bereits hilfreich sein könnten, um flexibler agieren zu können.

Immerhin wären knapp 30 % der befragten Teilnehmer(innen) bereit, ihre Elternzeit früher zu beenden, wenn Familie und Beruf besser zu vereinbaren wären.

Fazit

Flexiblere Arbeitszeitmodelle wären sehr hilfreich, um junge Eltern möglichst zeitnah wieder in den Beruf zu führen. Im Hinblick auf den bestehenden Fachkräftemängel in Steuerkanzleien wären entsprechende Möglichkeiten durchaus denkbar, um gute und qualifizierte Mitarbeiter zu halten und die schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz attraktiver zu gestalten.

Ein Großteil der durch uns betreuten Kanzleien bieten inzwischen flexible Teilzeitmodelle, Gleitzeiten und auch die Möglichkeiten an, vom Home-Office aus zu arbeiten. Die Erfahrungen sind durchweg sowohl arbeitgeber- als auch arbeitnehmerseitig positiv.


Viel Erfolg wünscht 

Ihre Susanne Pannenbäcker 

 

 

Die Kanzleiagentur

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